Kaffee-Foodtruck in der Schweiz: Anhänger und Regeln

Schritte, Standplätze, Hygiene der Milch, MWST und Alkohol, dann der Barista als Anhänger: was Sie für einen Kaffee-Foodtruck in der Schweiz regeln müssen.

Romain, Gründer von Food Truck StoreRomain BarreauGründer von Food Truck Store · 3 Min. Lesezeit

Ein Kaffee-Foodtruck verkauft Espresso dort, wo Ihre Gäste unterwegs sind, ohne festes Lokal. Vor dem ersten Kaffee brauchen Sie eine gemeldete Tätigkeit, Standplätze, einwandfreie Hygiene und einen passenden Anhänger. Hier lesen Sie, was Sie in der Schweiz regeln müssen.

Das Team von Jack’s Burger in seinem Food-Truck-Anhänger

Die Schritte, der Reihe nach.

Kaffee und Milch sind Lebensmittel: Sie melden Ihre Tätigkeit beim Kanton (LGV, Art. 20). Für Lebensmittel zum sofortigen Verzehr braucht es keine Reisendenbewilligung (RGV, Art. 4).

  1. Rechtsform

    Einzelunternehmen und Anmeldung als Selbstständigerwerbende bei einer AHV-Ausgleichskasse: <a href="/de/ratgeber/foodtruck-eroeffnen-schweiz">alle Schritte</a>.

  2. Meldung an den Kantonschemiker

    Vor dem Start, für jede Tätigkeit mit Lebensmitteln.

  3. Standplätze

    Öffentlicher Grund: die Gemeinde; Privatgrund: der Eigentümer; Festival: der Veranstalter.

Wo Ihr Kaffee-Foodtruck steht.

Der Morgenkaffee lebt von Gewohnheiten: gleicher Platz, gleiche Zeit. Jeder Platz wird einzeln bewilligt; unser Ratgeber zu den Bewilligungen erklärt jeden Fall.

  • Gewerbezonen
    Am Morgen, mit Zustimmung des Eigentümers: Stammgäste, die es eilig haben.
  • Märkte
    Behördlich angesetzte Märkte sind von der Reisendenbewilligung ausgenommen (RGG, Art. 3); den Platz beantragen Sie trotzdem.
  • Veranstaltungen und Firmen
    Messen, Tage der offenen Tür, Seminare: mit dem Veranstalter.
  • Privatgrund
    Der Parkplatz eines Geschäfts oder einer Firma, mit Zustimmung des Eigentümers.
Romain, Gründer von Food Truck Store, zeigt mit dem Finger nach unten

Hygiene: zuerst die Milch.

An Bord braucht es Geräte, die Lebensmittel kühl halten und die Temperatur überwachen, dazu Trinkwasser und eine Möglichkeit zum Händewaschen (HyV, Art. 11). Die Milch gehört in die Kühlung.

Sirup griffbereit, Milch gekühlt, Fläche sauber: die Basis einer Kaffeebar.

Zubereitung in der Küche eines Food-Truck-Anhängers
Paul von Food Truck Store, Daumen hoch

MWST und Alkohol: die Regeln.

Steuerpflichtig werden Sie ab 100’000 Franken Umsatz im Jahr (MWSTG, Art. 10); der Satz hängt dann davon ab, wie Sie verkaufen (Art. 25).

  • Take-away
    Reduzierter Satz von 2,6 % für Kaffee, Tee oder Säfte, wenn der Beleg den Verkauf zum Mitnehmen zeigt.
  • Vor Ort
    8,1 %, sobald Sie Tische oder Stehtische anbieten; das Ablagebrett am Tresen zählt nicht dazu (ESTV).
  • Alkohol
    Immer 8,1 %; im Reisendengewerbe zudem verboten, ausser vergorene Getränke auf Märkten (RGG, Art. 11).
Romain, Gründer von Food Truck Store, hält die FTS-Fahne

Der Barista, unser Kaffee-Anhänger.

Verkaufstresen, Flaschenkühlschrank mit drei Türen, Doppelspüle und eine Fläche für Ihre Maschine: Die Kaffeemaschine wählen Sie selbst und bringen sie mit.

Der Tipp von Romain.

Dann der erste Kaffee am Morgen.

Papiere in Ordnung, Plätze gefunden, alles durchgerechnet: Es fehlt nur noch der Anhänger. Im Modellvergleich sehen Sie den Barista neben unseren anderen Ausstattungen.

Gleicher Platz, gleiche Zeit: So wird der Morgenkaffee zur Gewohnheit.

Imbissanhänger von Jack’s Burger, startklar für den Verkauf

Häufige Fragen.

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