Foodtruck bauen in der Schweiz: selber oder ausgestattet?
Was einem leeren Anhänger fehlt, Hygiene an Bord, Prüfung beim Kanton, Energie und Zeit: die ehrliche Rechnung, bevor Sie in der Schweiz einen Foodtruck selber bauen.
Romain BarreauGründer von Food Truck Store · 3 Min. LesezeitEinen Foodtruck selber bauen, auf einem leeren Anhänger: Das ist beim Kauf günstiger. Was Sie danach für einen regelkonformen Verkauf ergänzen, bezahlen Sie aber in Franken, Stunden und Prüfungen. Hier lesen Sie, was einem leeren Anhänger fehlt und wie die Rechnung gegenüber einer ausgestatteten Basis aussieht.

Was ein leerer Anhänger ist.
Ein Fahrgestell, eine Achse, ein Aufbau, vielleicht eine Tür und eine Verkaufsklappe: genug zum Fahren, noch nichts zum Arbeiten.
- Was ihm fehltArbeitsflächen, Wasseranschlüsse, Tanks, Kühlung, Strom, Gas und, wenn Sie kochen, eine Abzugshaube: mehr im Ratgeber zum Ausbau.
- Was Sie prüfenDas Gesamtgewicht in Feld 33: Der Anhänger mit allem, was Sie einbauen, samt vollen Tanks und Vorrat, darf es nicht überschreiten.
- Seine PapiereMit Typengenehmigung oder COC ist die Zulassung einfacher; ohne sie wird der Anhänger eingehend geprüft.

Hygiene ab dem ersten Verkauf.
Die Hygieneverordnung gilt für Verkaufsfahrzeuge: Ob leer gekauft oder ausgestattet, an Bord braucht es je nach Zubereitung Folgendes (HyV, Art. 11).
- Hände waschen
Vorrichtungen, um die Hände hygienisch zu waschen und zu trocknen.
- Trinkwasser
Warm oder kalt, in ausreichender Menge.
- Saubere Flächen
Mit Lebensmittelkontakt: glatt, korrosionsfest, nichttoxisch und leicht zu reinigen.
- Abfälle und Kühlung
Platz, um Abfälle zu lagern und zu entsorgen, und Geräte, die Temperaturen halten und überwachen.

Foodtruck bauen, dann prüfen lassen.
Vor der Zulassung prüft das Strassenverkehrsamt den Anhänger, mit oder ohne COC (TGV, Art. 4); auch ein wesentlicher Umbau ist zu melden und wird nachgeprüft (VTS, Art. 34). Der Berner Tarif:
- 60 FrankenPrüfung vor der Zulassung bis 750 kg, typengenehmigt
- 120 Frankenüber 750 kg mit Typengenehmigung oder COC, oder Teilprüfung nach einem Umbau
- 180 FrankenPrüfung vor der Zulassung ohne Typengenehmigung (Stand 12.01.2026)
Energie: ein Fall für Fachleute.
Überlassen Sie Strom, Gas und Abluft den Fachbetrieben. In der Schweiz prüft ein anerkannter Kontrolleur die Gasanlage vor der Inbetriebnahme und danach periodisch (EKAS 6517).
Strom, Gas, Abluft: Beim leeren Anhänger braucht jedes Gewerk seinen Fachbetrieb.

Die Zeit: der versteckte Kostenpunkt.

Der Essentiel: die Basis zum Ergänzen.
Mit dem Essentiel ist das Aufwendigste erledigt: Edelstahlflächen, Spüle, COC. Kühlgeräte und Maschinen ergänzen Sie passend zu Ihrer Karte.
- Arbeitsfläche mit DoppelspüleEin Edelstahlblock von 186 cm: Spülen und Arbeiten an einem Ort.
- Zweite ArbeitsflächeEin Block von 186 cm mit Regal, zum Vorbereiten und Verstauen.
- WandregalÜber die ganze Länge, damit die Arbeitsflächen frei bleiben.
- Zwei Stellplätze für KühlungFür Ihre Kühl- oder Gefriergeräte (nicht im Lieferumfang), passend zu Ihrer Karte.
Leer oder ausgestattet: rechnen Sie nach.
Ein leerer Anhänger lohnt sich, wenn Sie Zeit, verlässliche Handwerker und ein sehr spezielles Vorhaben haben. Sonst brauchen Sie ab 11’500 € netto, ohne Schweizer MWST und Einfuhrkosten, nur noch Ihre Karte.
Ausgestattet geliefert, mit COC.

Häufige Fragen.
Noch Fragen? Food Truck Store hilft Ihnen weiter ›Ja, wenn Sie die Hygieneanforderungen an Verkaufsfahrzeuge erfüllen (HyV, Art. 11), die Gasanlage von einem Fachbetrieb einbauen und von einem anerkannten Kontrolleur prüfen lassen und den Anhänger beim Strassenverkehrsamt vorführen.
Ja, nach einer Prüfung beim kantonalen Strassenverkehrsamt. In Bern kostet die Prüfung vor der Zulassung ohne Typengenehmigung 180 Franken (Tarif, Stand 12.01.2026).
Ja, wenn er Fahrzeugeinteilung, Gewicht oder Abmessungen ändert oder sonst wesentlich ist: unverzüglich beim Kanton melden und nachprüfen lassen (VTS, Art. 34), mit dem Prüfungsbericht 13.20 B (VZV, Art. 75).
Beim Kauf ja. Wenn Sie Edelstahl, Wasser, Kühlung, Energie, Abzugshaube, Prüfungen und Ihre Stunden dazurechnen, wird der Unterschied kleiner: Holen Sie echte Offerten ein.
Der Essentiel, wenn Ihre Karte kalt ist oder Sie eigene Geräte einsetzen, ab 11’500 € netto; der Chef+ für die warme Küche, mit Abzugshaube, ab 13’495 € netto. Jeweils ohne Schweizer MWST und Einfuhrkosten.


Von Romain, Gründer 
